Wir erleben herausfordernde Ereignisse auf der ganzen Welt, die uns beunruhigen.
Die letzten Jahre waren reich an Tragödien, die die Aufmerksamkeit von Millionen von Menschen auf sich gezogen haben. Darüber hinaus entstanden neue Wellen des Hasses gegenüber Juden in den westlichen Städten.
Wie stellen wir uns richtig gegenüber diesen Ereignissen ein? Wie sollte eine Person reagieren, die tief an die beiden folgenden Gebote glaubt – Liebe den Herrn, deinen Gott, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst?
Nun, Du bist an der richtigen Stelle, um Antworten zu finden.
Was ist Antisemitismus?
Antisemitismus ist gegen Menschen, nicht gegen Politik. Jesus liebt Menschen. Er liebt Juden. Gute Juden, schlechte Juden, jeden Juden.
Die Frage, wie wir Juden begegnen sollen, führt uns daher zum Buch Genesis. In Kapitel 12 erklärt Gott Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Und von diesem Moment an wird klar, dass Antisemitismus geistliche Konsequenzen hat — er bringt Verfluchung mit sich.
Antisemitismus verfolgt die Juden durch die Seiten der Bibel hindurch: Von der Sklaverei in Ägypten über die babylonischen Gefangenschaft, die Verfolgung unter dem Persischen Reich und bis zur griechischen und später römischen Besatzung Judäas und der damit verbundenen Unterdrückung des jüdischen Volkes.
Die Existenz der Juden wurde mehr als einmal infrage gestellt. Dafür gebrauchte der Feind Gottes, der Satan, ein ganz bestimmtes (systematisches) Instrument und zwar nichts anderes, als den Antisemitismus. Doch Gott griff jedes Mal für Sein Volk ein.
Warum solltest du dich damit auseinandersetzen?
Weil es von Anfang an der ursprüngliche Plan Gottes war, den Messias durch das jüdische Volk in eine Welt voller Sünde und Grausamkeit zu senden. Das war Sein Weg, um Versöhnung und Erlösung für die Menschheit zu bringen. Der nächste Teil des Verses in Genesis 12:3 lautet: „Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ Gott gibt Abraham, dem ersten Juden, eine Verheißung des Segens für die Nationen.
Deswegen sehen wir auch im Neuen Testament, dass bedeutende Ereignisse unter den Juden und in ihrem Land stattfanden, die alle Nationen über Jahrhunderte hinweg beeinflussten. Paulus sagt beispielsweise viel über Juden und andere Nationen im selben Zusammenhang: „Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten?“ (Römer 11:15). Tiefgründig und dennoch einfach macht er deutlich, dass die Juden ein wesentlicher Teil von Gottes Plan zur Rettung der Nationen sind.
Wer ist der Messias?
Derjenige, der heilt, der Mitgefühl hat, der Wahrheiten lehrt, der Wunder vollbringt, der alles für das Leben anderer opfert, der liebt — ist selbst ein Jude.
Jesus Christus hat einen jüdischen Namen — Jeschua (ישוע). Er wurde von einer jüdischen Frau namens Miriam geboren und ist in einem frommen jüdischen Zuhause aufgewachsen. Er war der einzige, der die jüdischen Prophezeiungen über den Messias erfüllte. Hier einige Beispiele: der leidende Knecht (Jesaja 53), geboren in einer jüdischen Stadt, Bethlehem (Micha 5:2), ein König, der demütig auf einem Esel reitet (Sacharja 9:9).
Jesus wurde von seinen Anhängern oft als “Rabbi” angesprochen, was seine Rolle als jüdischen Lehrer widerspiegelt, der das Gesetz (die Torah oder die fünf Bücher Mose) auslegte und diskutierte. Seine Lehren waren voller Verweise auf die jüdischen Schriften (sog. Altes Testament).
Jesus hielt jüdische Bräuche und Traditionen ein. Er folgte jüdischen Gebetspraktiken, einschließlich des Morgen- und Abendgebets. Als gläubiger Jude unternahm Jesus Pilgerreisen nach Jerusalem zu den großen Festen. Er besuchte regelmäßig Synagogengottesdienste am Schabbat (Lukas 4:16) und lehrte dort sowie auch im Tempel — an zwei zentralen Orten jüdischer Anbetung und Lehre (Markus 1:21, Lukas 21:37). Ein Beispiel aus der Bibel dafür ist, dass Jesus das Chanukka-Fest (Tempelweihefest) feierte und im Tempel lehrte (Johannes 10:22-23). Das letzte Abendmahl wird als ein jüdisches Pessachmahl (Sederabend) verstanden (Matthäus 26:17-19, Lukas 22:7-20).
hat jesus sich jemals gegen juden ausgesprochen?
Nein, Jesus hat niemals gegen das jüdische Volk gesprochen. Wie bereits erwähnt, zeigt die Einhaltung jüdischer Bräuche Seinen Respekt für die Traditionen Seines Volkes.
Jesus kritisierte bestimmte Pharisäer und Schriftgelehrte wegen Heuchelei, Gesetzlichkeit oder der Vernachlässigung tieferer Aspekte des Gesetzes wie Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben (Matthäus 23:23-28). Diese Kritik richtete sich nicht gegen alle jüdischen Führer oder das jüdische Volk, sondern gegen das Verhalten bestimmter Einzelpersonen.
Im Laufe der Geschichte wurden die Kritikworte Jesu oft falsch interpretiert oder manipuliert, um Antisemitismus zu rechtfertigen. Doch diese Verzerrung ignoriert den größeren Kontext seiner Mission, der von Versöhnung und Liebe und nicht von Spaltung geprägt war.
Jesus zeigte tiefe Liebe und Mitgefühl für das jüdische Volk, beklagte ihre Leiden und sehnte sich nach ihrer Versöhnung mit Gott (Matthäus 23:37).
Die Lehren und Taten Jesu, wie sie im Neuen Testament überliefert sind, stehen fest gegen Hass, Diskriminierung und die Ausgrenzung von Menschen, vor allem des jüdischen Volkes. Jesu Botschaft war also von Natur aus gegen Antisemitismus gerichtet. Sein Leben und seine Lehren fordern die Anerkennung der Menschheit als solches und Würde sowohl gegenüber den Juden als auch allen anderen Menschen.
Und noch etwas, was du wissen solltest
Antisemitismus richtet sich nicht nur gegen Juden, sondern auch direkt gegen Gott. Der Prophet Sacharja vermittelt sehr deutlich die Haltung des Allmächtigen gegenüber denen, die gegen das jüdische Volk sind:
„Denn so spricht der Herr Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.“ (Sacharja 2:8).
Gott hat sein Volk nicht verlassen (Römer 11:1-2). Seine Liebe für die Juden hallt durch die gesamte Bibel wider und zwar in den Schriften vieler biblischer Autoren aus verschiedenen Zeiten.
„Doch Zion spricht: Der Herr hat mich verlassen, der Herr hat mich vergessen. Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres Leibes? Und selbst wenn sie ihn vergäße, ich vergesse dich nicht. Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind beständig vor mir.“ (Jesaja 49:14-16).
Werde aktiv
Bete
Bete für das jüdische Volk, für Israel, wie der Herr uns durch König David aufruft: „Bittet für den Frieden Jerusalems! Es möge denen wohlgehen, die dich lieben!“ (Psalm 122:6).
Bete für diejenigen, die von Hass erfüllt sind, wie Jesus es tat: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lukas 23:34).
Teile diese Botschaft mit anderen, wie Johannes schreibt: „Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8:32).
Sprich dich gegen Antisemitismus aus
Wenn du ihn in Gesprächen bemerkst. Mache die andere Person darauf aufmerksam und bitte sie, damit aufzuhören.
Zeige deine Unterstützung
Lasse jüdische Freunde und Bekannte wissen, dass sie in dieser Welt nicht alleine sind und Jesus und du an ihrer Seite stehen.
Wende dich an deine Kommunalpolitiker
Bitte sie, dem Antisemitismus keinen Raum zu geben, sondern Schutz und Aufklärung zu bieten.
Lade einen unserer Referenten ein
Wir kommen in deine Gemeinde, um über Antisemitismus zu sprechen und mit euch konkrete Maßnahmen für eure Region zu erarbeiten.
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